Gepp fordert Frauen aus der Samtgemeinde Sögel auf, sich kommunalpolitisch zu engagieren

Im September stehen Kommunalwahlen an. Leider ist der Frauenanteil auf den Kandidatenlisten, egal welcher Partei, in den meisten Gemeinden viel zu gering, bedauert Niels Gepp. Er kandidiert als Bürgermeister für die Samtgemeinde Sögel und wünschst sich mehr Frauen in den Gemeinderäten.


„Demokratie ist keine Fernsehveranstaltung bei der man nur zuschaut und wenn einem das Programm nicht gefällt abschaltet oder sich beschwert. Es gilt, sich für das Gemeinwohl einzusetzen - für Interessen, die über den eigenen Tellerrand hinausgehen“, so Gepp. „Demokratie lebt davon, dass alle Bevölkerungsgruppen angemessen mitgestalten in unseren Räten, daher müssen mehr Frauen in die Räte.“

Gepp spricht aus seinen Erfahrungen: „Gremien bzw. Gruppen, die einseitig besetzt sind treffen nicht unbedingt immer die besten Entscheidungen: Zum einen weil bestimmte Lebensrealitäten einfach gar nicht berücksichtigt werden und zum anderen, weil man sich möglicherweise zu schnell einig ist ohne alle Aspekte beleuchtet zu haben.“ Wenn die bislang zahlenmäßig männerdominierten Parlamente zukünftig mit mehr Frauen besetzt würden, würden sich daher die politischen Entscheidungen verbessern, ist sich Gepp sicher. Nicht weil Frauen die „besseren Politikerinnen“ sind, sondern weil geschlechtergemischte Teamarbeit aus den genannten Gründen bessere Ergebnisse verspreche, so Gepp.


Die Stärke eines ehrenamtlichen Gemeinderates sei es, möglichst viel verschiedene Lebenserfahrung in sich zu vereinen, um aus einem soliden Gefühl „was für die Gemeinde das Richtige ist“ entscheiden zu können. Im Emsland laufe viel stärker als in anderen Regionen vieles noch geschlechterentmischt. Umso wichtiger sei der geschlechterübergreifende Austausch im Rat, um hier alle Sichtweisen bei den Entscheidungsprozessen berücksichtigen zu können. Leider sehe die Realität in der Samtgemeinde Sögel anders aus. Aber: „Ein Patentrezept gibt es leider nicht. Auch wir in Sögel bemühen uns sehr, mehr Frauen für die Bewerberliste zur Kommunalwahl zu gewinnen. Unsere Bemühungen verlaufen leider meistens im Sand. Dabei gibt es in der Gemeinde Sögel viele patente und engagierte Frauen. Das macht nachdenklich. Noch ist unklar was Frauen ganz genau von einem politischen Engagement abhält.“ Ist es der vermeintlich ruppige Umgangston in der Politik? „Das ist ein Mythos“, weiß Gepp „auch wenn natürlich an der Konfliktkultur permanent gearbeitet werden muss.“ Daher sein dringender Appell: „Wir freuen uns über jede Frau, die unsere Arbeit als CDU-Fraktion im künftigen Rat unterstützen möchte. Nur Mut!“

Auch die Vereinbarung von Familie und Ehrenamt sei kein „Hexenwerk“. „Wir sind auch offen für neue Modelle der Ratsarbeit, die Frauen die Ratsfrauentätigkeit erleichtern.“ Und er appelliert an die Solidarität der Ehepartner ihren Frauen den Rücken frei zu halten für ein politisches Engagement. „Eins ist sicher: Ein Engagement auf lokaler Ebene ist sehr dankbar. Denn anders als auf höheren politischen Ebenen kann man hier als Ratsmitglied auf jeden Fall konkrete Dinge die man für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort verbessern möchte unmittelbar voranbringen.“


Interessierte können sich direkt an Gepp wenden oder eine E-Mail senden an cdu@soegel.de. Auch über Hinweise, welche Frauen gegebenenfalls durch persönliche Ansprache für eine Kandidatur zu gewinnen seien, sei Gepp dankbar.